Die Verweigerung, konkrete gesellschaftliche Entwicklungen, Einrichtungen und Konstellationen zu affirmieren, also die reine Negation des in der Gesellschaft Gegebenen (Ablehnung der Affirmation von Positivem) führt paradoxerweise zu einer umso stärkeren Anerkennung des Gegebenen, da Negation nur unter Bezugnahme auf etwas positiv Gegebenes möglich ist, das negiert wird. Damit ist das positiv Gegebene im Modus der Negation bereits als vorgängige Voraussetzung gesetzt.
Durch diese strukturelle Angewiesenheit aus das Positive, die jedoch im Modus der reinen Negation nicht reflektiert wird, wird das Positive hypostasiert, denn es ist gesetzt, aber die Art und Weise dieses Gesetztseins wird nicht reflektiert und ist somit in gewisser Weise „blind“.